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Dauerstress vor den Sommerferien: Spinnen wir?

In den letzten Wochen eines Schuljahres sind viele Eltern überlastet wegen Abschiedsgeschenken, Veranstaltungen und Co. Eine Mutter erzählt vom absurden Organisationsmarathon.

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Aufgezeichnet von Anja Knabenhans

Illustration einer Frau, die auf dem Sofa liegt und sehr erschöpft ist. Vor ihr ein Laptop. Eltern sind vor den Sommerferien total im Stress.

Pling, pling, pling, macht mein Telefon – eine Sprachnachricht nach der anderen trudelt ein, von einer erschöpften Bekannten. Was sie schildert, fühlen viele. Du auch?

Sie erzählt:

«Ich drehe bald durch, packe meine Sachen und nehme den nächsten Zug nach Irgendwo! Heute hat mich meine Fünfjährige gefragt, wie lang es noch geht bis zu den Sommerferien.

Wir haben die Tage gezählt und ich musste weinen. Es geht noch fünf Wochen und ich habe keine Ahnung, wie ich die überstehen soll!

Als mein Mann und ich überlegten, ob wir das Leben mit drei Kindern schaffen, dachten wir an Windelberge und Magen-Darm-Attacken, an ruhelose Nächte und schimmliges Teenagerchaos. Aber:

Seit dem Wochenbett hat mich nichts mehr so fertig gemacht, wie es diese Wochen vor den Sommerferien tun.

Drei schulpflichtige Kinder haben, eine Tochter im Kindergarten und zwei Jungs in der ersten und dritten Klasse, das bedeutet: Ein Elternteil muss eigentlich vor den Sommerferien nur noch Management-Aufgaben übernehmen.

Denn immer macht es pling, pling, pling, in unseren Köpfen und Smartphones.

«Sie haben 1000 neue Nachrichten.»

Wer hat wann Abschlussfest? Theatervorführung? Kennenlerntag mit der neuen Klasse?

Wo muss man noch an einem Geschenk für eine Lehrperson mitdenken? Wo mithelfen? Wem Geld twinten?

Haben die Kinder Hobbys oder Gspänli, wird es noch komplizierter.

Es braucht noch eine Extra-Verkleidung für die Pfadi-Abschlussübung! Einen Proviant-Rucksack für den Ausflug des Bike-Klubs! Alte Plüschtiere für den Flohmarkt des Unihockey-Teams! Und Ideen für neue Trikot-Sujets!

Ja, klar, lasst uns doch für alles einen eigenen Eltern-Chat eröffnen. Ich habe erst 753 offene Chats.

Ah, ihr habt nicht alle Whatsapp? Gut, dann organisieren wir die Plüschtiere auf Signal, das Geschenk bei Threema und, äh, Moment… ich bekomme soeben eine Nachricht via Klapp.

Aaaah, so toll! Die Kindergartenlehrerin schreibt, sie brauche noch einige Bastelhelferinnen fürs Abschlusstheater – ja, sie schreibt nur Frauen an.

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Wobei, da fällt mir grad ein: Die Schule will ja jetzt von Klapp auf ein anderes Messenger-System wechseln, am liebsten vor den Sommerferien, damit es nachher reibungslos funktioniert.

Wo war nochmals der Flyer für dieses neue Kommunikationsprogramm? Auf dem Stapel mit den Verkleidungs-Ideen für die Pfadiübung? Unter dem Formular des Bike-Klubs, wo ich noch bestätigen muss, dass der Zehnjährige nach dem Ausflug allein heimfahren darf? Oder hab ich das schon gemacht?

Hilfe, wo ist das Formular?!

Oder habe ich aus Versehen das Bike-Klub-Formular dem Siebenjährigen mitgegeben, der noch eine Bestätigung brauchte fürs Schwimmen im nächsten Schuljahr, inklusive detaillierter Auflistung aller bisherigen Schwimmerfahrung?

Ich drehe durch! Und das vor jeden Sommerferien!

Täglich tauche ich ein in ein Meer aus Messages, Formularen, Zetteln. Meine Kinder gehen nicht in Sommerferien-Kurse, das ist, wie ich höre, nochmals ein krasser Organisationsaufwand.

Früher dachte ich: Je schneller ich alles abarbeite, desto eher bin ich fertig.

Ha, Irrtum!

Vor Jahren war ich die Mutter, die als Erste ans Abschiedsgeschenk der Lehrperson dachte.

Aber ich habe gelernt, dass man schon zuerst etwas anreissen kann, aber dann auch sofort und unwiederbringlich hauptverantwortlich ist.

Die Fäden laufen dann bei dir zusammen. Und alle 1000 Messages auch. Meist noch ein paar mehr. Für all die Leute, die etwas ganz Wichtiges sagen möchten, aber nicht im offiziellen Chat. Mit denen hast du noch einen exklusiven Chat. Toll.

Andere Eltern flüstern dir eine Entschuldigung zu, wenn sie dich mit dem Kram allein lassen und einfach ein paar Franken twinten.

Du bist wütend, aber dann siehst du in ihre müden Augen und weisst: Sie können auch längst nicht mehr.

Sie haben seit vielen Tagen auch bis spätnachts irgendwelche Termine koordiniert, Chatnachrichten geschrieben und sind durch die Formular-Wogen gekrault.

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Wir alle können nicht mehr! Die Sommerferien sind nah und unser Kollaps auch.

Aber, stopp. Weisst du was?

Ich lüge ein bisschen. Oder auch sehr.

Nein, nicht mit dem Stress, der ist real. Aber ich rede oft von Eltern. Doch wenn ich ehrlich bin…

Eigentlich sind es zu 99 Prozent Mütter, die all diese Dinge tun. Oder Bonusmütter, Stiefmütter. Weibliche Betreuungspersonen.

Auch in meiner Beziehung bin ich Chefin vom Prä-Sommerferien-Endspurt. Obwohl wir im Alltag recht gleichberechtigt unterwegs sind: Vor den Sommerferien schmeisse ich den Laden und übernehme alle zusätzlichen Tasks.

Kürzlich habe ich auf Instagram einen Aufruf an Väter gesehen. Sie sollten sich bitte auch in all die Chats integrieren, wo Mütter gerade die Abschiedsgeschenke für Lehrpersonen organisieren.

Ich fand das unglaublich wichtig. Und merke aber, dass mir grad so fest die Energie fehlt, um mich auf diese Beziehungsdiskussion einzulassen.

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Ich habe das früher gemacht und von meinem Partner zur Antwort erhalten, all die Geschenke und Abschlussfeste und Kuchen zur Theatervorführung seien schlicht unnötig und er würde diese spinnerten Rituale aus einer früheren Zeit nicht mitmachen.

Spinnen wir? Ja, vielleicht schon.

Weil dieser Dauerstress vor den Sommerferien ist total absurd und ich habe das Gefühl, wir alle möchten am liebsten hinschmeissen.

Wollen Lehrpersonen wirklich gebastelte Geschenke? Oder den dreissigsten Gutschein fürs Thermalbad?

Braucht wirklich jede Klasse ein Theater zur selben Zeit, könnte sowas nicht gestaffelt während des Schuljahrs gemacht werden?

Und müssen tatsächlich Kuchen gebacken werden für diese Anlässe, reichen nicht ein paar Chipstüten?

Vielleicht sollten wir all diese absurden Aufgaben nicht gerechter aufteilen. Sondern mit einem beherzten Jauchzer komplett streichen.

Spinne ich, wenn ich mir ernsthaft überlege, einfach aus diesem irren Spiel auszusteigen?

Was denkst du?»

Porträtfoto von Anja Knabenhans - Chefredaktorin mal ehrlich AG

Autorin

Anja Knabenhans ist die Content-Chefin von mal ehrlich. Sie war viele Jahre Journalistin bei der NZZ und NZZ am Sonntag – als Schreibende oder Tätschmeisterin, manchmal auch vor der Kamera oder hinter dem Podcast-Mikrofon. 2017 stieg sie bei Any Working Mom ein. Neben ihrer Tätigkeit bei mal ehrlich macht sie ihr eigenes Ding mit ding ding ding. Während sie beruflich ihre Freude am Tüpflischiss auslebt, zelebriert sie daheim das familiäre Chaos. Sie ist Mutter von zwei Kindern im Schulalter.

Informationen zum Beitrag

Veröffentlicht am 15. Juni 2024


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30 Antworten

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  1. Avatar von Esther
    Esther

    Anja spricht mir total aus dem Herzen. Alles bricht über uns Müttern zusammen, als ob die Welt nach den Ferien nicht weiter drehen würde. All das Beschriebene plus Schulreise, übernachten in der Schule und klar, auch Salate und Desserts für den Schulschluss werden von den Müttern geliefert. Bei uns und unseren kommt die ganze Arbeit auf dem Feld dazu. Das Heu muss dann rein, wenn es kurz zwei Tage nicht zu regnen droht. Absoluter Wahnsinn. Ah und Wäscheberge, Haushalt, Garten und Freundchaftspflege machen wir dann in den Ferien- für etwas sind sie ja da. Danke für eure wertvollen Inputs. Dank euch weiss ich, dass auch andere Eltern manchmal kurz vor dem Durchdrehen sind.

  2. Avatar von Barbara
    Barbara

    ich empfand die Schweiz mit 1 Kind nie so schlimm. War immer relativ relaxed und nicht wirklich stressig. Die Lehrer haben versucht vieles früher hin zu basteln. War doch Kindergarten und Primaerschule super. Schlimmer ist Deutschland. Wir sind hier gefühlt seit Anfangs Juni im Chillmodus. Spätens ab mitte Juni ist eh nix mehr, dann in der Woche vor den Sommerferien Montag/Dienstag wegen Zeugnissen Schulfrei und nach den Sommerferien bis die AG’s etc wieder eingeteilt ist, ist einfach gefühlt mitte September. Wir haben also während dieser Zeit bis auf 1 Tag pro Woche immer um 13.15 Uhr Schule aus, in der 9. Klasse! Teenager kommt dann auf lustige Ideen und ich weiss nicht wie oft ich und andere Mamis in den nächsten Wochen Tochter und ihre Girls irgendwo hin zu den Hobbys fahren dürfen. Vorgestern kamen Kids auf die Idee, man könnte am Dienstag spontan am Nachmittag nach Amsterdam Shoppen gehen, es sind nur 2.5h per Auto und der Schulschluss um 13 Uhr lässt Raum für solche Lustigen Ideen. Worüber ich gerade froh bin, das kühle Wetter froh, so muss ich mich nicht mit andern Mamis abwechseln, um mit ins Freibad gehen. Also lieber die Schweiz wo noch Schule mit eingermassen Sinnvollen Stundenplan ist und man nach den Sommerferien wieder in Alltag kommt, als Deutschland, wo wir es mal richtig chillen bis der Alltag wieder kommt. 😉

    1. Avatar von Hexi
      Hexi

      Haha.. mir geht’s genau andersrum. Ich verstehe nicht warum es sooo viel Unterricht gibt in der Schweiz. Es bleibt so wenig Zeit etwas zu unternehmen und Hobbys müssen fast zwangsläufig in den Abend gequetscht werden. Mein ältestes Kind hatte jetzt schon im 1. Schuljahr 5 Vormittage und 3 Nachmittage Unterricht. Damit ist alles so geblockt, dass ich auch mit dem kleineren Kind nichts unternehmen kann. Oder warum nicht Schule bis um 13 Uhr jeden Tag und dafür dann Schluss, wenn die Stundenzahl unbedingt sein muss??! Ich will in die Badi am Nachmittag 🥵😂🙈

      1. Avatar von Dani
        Dani

        Hexi, ich bin ganz bei dir! Ich finde es auch viel zu viel und ich kann einfach nicht verstehen, wieso man bereits im Chindsgi bereits so in das Schulsystem integriert ist und es auch dort schon Nachmittagsstunden gibt. Habe echt Mühe damit, dass die Kinder schon so früh in das “System” gequetscht werden.
        Ich mag mich nicht daran erinnern, dass es bei uns damals (Kanton ZH) eine Abschlussfeier nach der Primarschule gab, geschweige denn Geschenke für Lehrpersonen…! Geht auch ohne

  3. Avatar von Simi
    Simi

    Darf ich noch einen obendrauf hauen? 2 von 3 haben unmöglicherweise genau in dieser Hochphase auch noch Geburtstag! Hallelujah und Prost – mal ehrlich, nur so überstehe ich das🥂🥳

    1. Avatar von Nicole
      Nicole

      #ifeelyou hier such 1/3 🤪

    2. Avatar von Fahri
      Fahri

      Yep, hier auch (2/3)… und Schullager…und Projektwoche (mit abweichende Schulzeiten) – alles im Juni! Organisation vom feinsten :-/

  4. Avatar von Susi
    Susi

    Ich bin Lehrerin; und ja die Sichtweise der Eltern zu sehen ist für mich spannend und auch wichtig; nur ich habe eine 6. Klasse; diese Kinder wollen sich von der Primarschule verabschieden. Wollen noch einmal als Gruppe etwas erleben, Zeit zusammen haben, noch einmal in der Schule übernachten, ihre Freundschaft feiern. Für mich als Lehrperson klar ein Mehraufwand; das Abschiedsfest von den Eltern machen wir nicht um mich als Lehrperson zu zelebrieren sondern um sich zu verabschieden. Vier Jahre gemeinsam zum
    Kind Sorgearbeit prägt; evtl gab es in den vier Jahr Trennungen, Verabschiedung von Grosseltern, neue Geschwister, schwierige Gespräche, Tränen und Freude. Sich nicht gebührend verabschieden und alles Gute auf dem Weg wünschen wäre doch auch komisch; die Gesellschaft braucht meiner Meinung nach Zeit um sich zu verabschieden und Kinder brauchen Vorbilder, die zeigen, wie es geht. Beziehungen auch wenm sie temporär sind brauchen Zuwendung und auch ein Loslass-Ritual. Ja es ist viel, aber die Lehrpersonen sind nicht immer die Zeitraubenden-Fresser. Zum Geschenk, nein es ist nicht unötig: wir schenken den Kindern immer etwas zum
    Abschied, eine kleine Geste. Und nein es muss nichts grosse sein. Win Gutschein zum im Team anstossen zu gehen genügt vollkommen.
    Wenn ich als Lehrerin einfach im Juni im Abschlussjahrgang nichts machen würde, dann möchte ich nicht wissen, was für eine Rabenlehrerin ich wäre…

    1. Avatar von Beatrice
      Beatrice

      Zum Text: Ja, das fühle ich grad auch… 🙈
      Und zu Susi’s Kommentar: Ich kann mir gut vorstellen, dass der Schuljahrabschluss auch für die Lehrpersonen sehr intensiv und anstrengend ist.
      Und ich bin auch immer hin und hergerissen zwischen so viel zu tun und daran zu denken aber auf der anderen Seite sind es ja auch schöne Erlebnisse und Erinnerungen für die Kinder (und die Eltern).

  5. Avatar von Bah
    Bah

    Boah, krass… Zum ersten Mal wird so 1:1 in Worte gefasst, was auch in meinem Kopf seit Wochen rumschwirrt, in meinen Whatsapp-Kanälen diskutiert wird und was in meinen Klappnachrichten reintrudeln. Die Dimension des Abschlussstresses wird mir noch bewusster (oder ich checke, weshalb ich sooo müde bin… – wobei, vielleicht waren es auch die 3 Wochen Fieber der Kids, meine hormonellen Veränderungen oder Abschlussstress in der Bude, die mich erschöpfen…?). On Top ja dann auch noch Sporttag, Schulreise oder Chindsgi-Schlafen…
    Bei uns tupfgenau gleich. 3 Kids, verschiedene Hobbies, dummerweise auch noch Geburi Ende Juni und das absurdeste: Mitte Juni noch immer keinen Stundenplan im Haus!?!
    ABER: müsste ich diese To-Dos und Mental Load alleine stemmen, ich wär geliefert. Zum Glück gehören mein Mann und ich zu den 2%, die sich fast alles aufteilen.
    Good luck euch allen da draussen. Und Achtung: Ferien sind ja dann nicht gleich Ferien… Wappnen wir uns noch vor diesem Trugschluss! 🤣

  6. Avatar von Andi
    Andi

    Ich habe ein Kind, das ist bald 3 und es geht nicht in die Spielgruppe und auch nicht in die KiTa. Ich bin alleinerziehend und arbeite im Homeoffice. Doppelbelastung. Meine Eltern wohnen 4 Stund weg und ich bin erst neu im Ort wo ich wohne. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es dann wird … aber ich mag es jetzt ohne diese KiTa Verpflichtungen und fühl mich frei.

  7. Avatar von Tabea
    Tabea

    Ich bin Lehrerin und für mich ist diese Zeit ebenfalls total stressig. Ich bin „am andere Ende“ der Kette und erstelle seit Mai den Stundenplan. Wann dieser an die Eltern geht, steht leider nicht in meiner Macht.
    Für Familien mit mehreren Kindern sind gerade die Abschiedsgeschenke wahnsinnig aufwändig (und zum Teil kostenspielig). Da frage ich mich doch, ob diese (in diesem Umfang) wirklich nötig sind? Ich tue ja mein Job und werde für diesen bezahlt. Ich freue mich über die Geschenke, aber ich denke, etwas kleiner tut es auch.

  8. Avatar von Änni
    Änni

    Dieser Text könnt von mir sein. Es beruhigt mich ein wenig das nicht nur ich das so empfinde. Hat mir gerade gut getan diese Text zu lesen. Danke 🙂

  9. Avatar von Regula
    Regula

    Ich bin Mama und Lehrerin an einer 2. Klasse. Und ich empfinde diese Wochen vor den Sommerferien in beiden Rollen extrem stressig und kräftezehrend. Ich suche als Lehrperson jeweils nach Ideen, um dieses Quartal zu entlasten: für die Kinder, für die Eltern und für mich. Gewisse Dinge entscheidet die Schulleitung und oder das Kollegium. Ich wünschen allen Mamis, Papis, Kindern und Lehrpersonen Kraft und immer wieder kleine Momente zum Durchatmen für die nächsten Wochen. Meldet euch bei den Lehpersomen mit Ideen/Vorschlägen, wenn es kleine Dinge gibt, die euren Kindern gut tun würden. Dann schaffen wir das gemeinsam.

    1. Avatar von Anja Knabenhans
      Anja Knabenhans

      Was für eine tolle Idee, es gemeinsam zu stemmen, bzw. für Erleichterung zu sorgen! ein Hoch aufs MITEINANDER!

  10. Avatar von Marc
    Marc

    Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mich raushalte bei diesen Aufgaben. Ich finde die Geschenke unnötig aber ich müsste mich eigentlich bei anderen Dingen wie dem Schulausflug oder Apero fürs Schulfest einbringen.

  11. Avatar von Milena
    Milena

    Dieser Text könnte von mir sein! Ich habe zusätzlich zu den 3 schulpflichtigen Kindern noch ein 4. Kind in der Spielgruppe und unterrichte selber an einer weiteren Schule wodurch auch noch Abschluss und Zeignisstress dazukommt. Ich zähle schon fast die Tage bis zu den Sommerferien…

  12. Avatar von Barbara
    Barbara

    Sehr treffend geschrieben! Aber wisst ihr, was das allerschlimmste am Ganzen ist? Die SPRACHNACHRICHTEN!! Einen geschriebenen Text muss man kurz halten, sonst gehts zu lang zum schreiben… aber Sprachnachrichten?! Da wird man genötigt, 5 Minuten oder länger zuzuhören, und am Schluss hat man das Wichtige doch verpasst und muss alles nochmals von vorne abhören! Fasst euch bitte kurz, und zwar in Textform.. eine SMS kann man irgendwo kurz überfliegen und dann weiss man ob top urgent oder nicht, aber bei einer Sprachnachricht..??!

    1. Avatar von K.
      K.

      Oh ja. Sprachnachrichten mit vielen Informationen geht gar nicht!

    2. Avatar von IchKigäundMutter
      IchKigäundMutter

      ohja, ich kenne diese Belastung als Mami und Lehrperson. Ich mach das alles also auch beruflich noch einmal mit.
      Sich voneinander verabschieden können und sich gegenseitig Wertschätzung und Dankbarkeit zeigen ist so wichtig. Wir leben diese positive Kultur den Kindern vor…auch wenn wir manchmal ordentlich auf dem Zahnfleisch gehen. Vielleicht wäre es leichter, die Abschlüsse wegzulassen….aber ist das wirklich auch schöner?

  13. Avatar von N.
    N.

    Ich bin da bereits vor Jahren ausgestiegen und gestehe hier, dass meine Kinder sogar einen gekauften Kuchen zum Geburtstag in die Schule mitnehmen (oder Migros Fertigbrownies selber backen). Geht auch.

    Was ich oft von Freundinnen höre ist – aber was denken dann die anderen Mütter? Ich denke die meisten machen sich viel zu viel Stress darüber was die anderen denken. Mir ist das egal. Die Kids und ich sind damit happy und das ist doch die Hauptsache.

    Das Leben ist so schön. Genieest es und lasst Euch nicht stressen.

    1. Avatar von K.
      K.

      Das nehme ich mir zu Herzen. Mein Sohn ist jetzt 19 Monate 🙂

    2. Avatar von Tanya
      Tanya

      Soooo cool, ich halte mich auch an fertiggebackene Küchlein, Gummibären und Schokoküsse von der Migros für die Kindergeburtstage. Alle Kinder mögen es, ich hab keinen Stress und wenn ein Kind es doch nicht mag/aufisst, nehme ich es nicht als persönliche Beleidigung. Dies nimmt mir so viel Stress ab und ich habe Zeit für Spiele und die „coole“ Mum sein. 💪
      Ich feier Dich und fühle mich beim nächsten Kindergeburstag nicht mehr alleine. Danke dafür.

  14. Avatar von *S
    *S

    Jedes Jahr das gleiche….
    Ich habe jeweils Mitleid mit den Lehrpersonen und mische mich ein, damit es ein “anständiges” und va brauchbares Geschenk gibt. Nichts gebasteltes zum Aufhängen oder Aufstellen🙈
    Auch habe ich keine Zeit, am Mittwochnachmittag mit den Kindern basteln zu gehen bei ihren Schulkollegen…

    Wenn mein Partner in solchen Chats wäre, würde niemand was bekommen. Er schaut nur aufs Handy und liest solche Chats, wenn er mal Lust hat… Es ist ihm zu blöde und seine Zeit ist ihm zu schade.
    Ich beneide ihn!!!!
    Aber, irgendwann ist diese Zeit vorbei, die Kinder sind gross und wir haben es geschafft!😃

  15. Avatar von Mirjam
    Mirjam

    Vielen Dank für diesen ehrlichen treffenden Text. Ich hab den der Schule weitergeleitet. Sommerfest – es werden Helfer gesucht – schon zig mal. Nein wir könnnen nicht. Durchatmen und Schritt für Schritt in den Sommer!

  16. Avatar von Leila
    Leila

    Super Text! Es ist in der Tat immer zu viel los vor den Sommerferien.

    Zur letzten Frage betreffend aussteigen: Ich bin gar nie richtig eingestiegen, denn ich benutze kein WhatsApp. Wahrscheinlich nerve ich deswegen Lehrerschaft und Elternrat, weil sie mich dann auf anderem Weg kontaktieren müssen, wenn sie etwas wollen. Aber WhatsApp ist doch, wenn wir ehrlich sind, ein No-Go.

    Zum Thema Abschiedsgeschenke: War das früher auch so? Ich glaube nicht, dass wir bei jedem Lehrerwechsel Geschenke organisierten, sofern die Lehrerin/der Lehrer der Schule erhalten blieb. Wie Simone sagt, ich finde, das Ganze ufert aus!Und irgendwie fühlt man sich genötigt, überall mitzuhelfen, weil es die anderen ja auch tun …

  17. Avatar von k
    k

    Streichen, Streichen, Streichen!!

  18. Avatar von Stephanie
    Stephanie

    Ich bringe jeweils etwas fertig abgepacktes zu den Veranstaltungen mit, quasi als Statement, dass das auch geht – und um den anderen Working Moms den Druck zu nehmen. Kommt jeweils alles weg und es hat sich noch nie jemand beklagt ab meinen Statement-Chips/Popcorn/Schinkengipfeli 🙂

  19. Avatar von Simone
    Simone

    du sprichst mir aus der Seele, vor allem mit dem letzten Satz. Ich finde insbesondere die Abschiedsgeschenke haben eine irre Dimension angenommen. Es ist gefühlt unmöglich da auszusteigen, ohne schlussendlich dem Kind zu schaden, wenn man beispielsweise “als Einzige” schon wieder nicht an die 3stündige Abschlussfeier mit anschliessendem Kuchenbuffet kommt!

  20. Avatar von Sandi
    Sandi

    Ihr lieben, ich habe keine Kinder, paar Huuftiere halten wir, oder soll ich sagen, ich halte Sie?Es ist ohne Schulchat ungefähr ähnlich (Tierarzt, Fliegen Mittel, Weidemanagement….. Wer macht was wenn ich nicht da bin?)
    ICH VERSTEHE EUCH VON GANZEM ❤️EN SO GUT.
    Ich würde aufsteigen aus 753 Chats, Pfadi würde ich behalten….
    Habt tolle, unvergessliche Sommerferien, Brätliabende mit den Kids anstatt Abschlussgeschenksuche…. Was weiss ich…. Sterne gucken beim draussen schlafen.
    (Ich Geb die Huuftiere nicht weg….und steige anderswo aus. Sie sind meine Erdung in dieser Welt)