Seit meiner Schwangerschaft, aber noch stärker, seit ich selbst Mama bin, kommen immer mehr ungelöste Konflikte und traumatische Erlebnisse aus meiner Kindheit hoch. Sie belasten mich, was dazu führt, dass ich mich zunehmend von meinen Eltern entfremde und innerlich distanziere. Eigentlich möchte ich das nicht, denn ich weiss, dass sie mir grundsätzlich nichts Böses wollten und ihr Bestes gegeben haben. Und doch geschieht es, weil ich heute viel klarer nachvollziehen kann, welche Konsequenzen ihr Handeln hatte respektive wie diese Belastungen auf meinen Körper und meine Psyche heute nachwirken.
Vor ein paar Tagen habe ich meine Mutter darüber informiert, ihr zwei Beispiele genannt und sie gefragt, ob sie bereit für ein Gespräch wäre — und auch dazu, sich selbst zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und Fehler einzugestehen. Nach ein paar anfänglichen Rechtfertigungen der Art «Das war halt mein Erziehungsstil», oder «früher wurde man auch vom Lehrer in der Schule geschlagen» usw., hat sie sich doch dazu bereit erklärt. Da ich ihr gesagt habe, dass solche Rechtfertigungen nicht hilfreich sind, würde sie sich auch mit einem Buch oder anderen Informationen darauf vorbereiten, wie sie etwas wiedergutmachen kann.
Nun meine Frage: Wie gestalte ich ein solches Gespräch am besten? Und wie treibe ich einen solchen Prozess voran (ich gehe davon aus, dass nach einem Gespräch nicht alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen sein wird). Soll ich ihr einfach alles erzählen, was mich heute noch beschäftigt und belastet, oder Häppchenweise? Welche Bücher kann sie lesen, um zu verstehen und zu verinnerlichen, was es bedeutet, Missstände aus meiner Kindheit zu reparieren?


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