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Das Fundament für ein stabiles Eltern-Team

Von frustrierten Eltern zum funktionierenden Team, Schritt 2: Teamwork klappt nicht einfach so – schon gar nicht im Hamsterrad des Familienalltags. Es gibt aber hilfreiche Fragen und Methoden.

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Von Simona und Niklaus Gafner

Paar steht unter einer Wolldecke an einem kleinen See. Teamwork ist für Eltern nicht immer einfach.

Im ersten Teil unserer Beitragsserie «Von frustrierten Eltern zu einem funktionierenden Team» haben wir erklärt, weshalb Eltern auf die Teamebene kommen sollten.

Wenn sich die Bewusstheit für diese Ebene entwickelt hat, kann man anfangen, die Grundlagen für eine funktionierende Zusammenarbeit zu bilden. 

Ein Team braucht gemeinsame Werte und Ziele. Auch ein Eltern-Team.

In wirtschaftlichen Unternehmen sind Werte und Ziele meist klar ersichtlich und vorgegeben. Aber was ist für uns als Eltern wichtig? 

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Sie beinhaltet verschiedene Ebenen und baut auf unseren Erfahrungen und Prägungen auf.

Darüber zu reden, was wir als Eltern erreichen wollen, ist sinnstiftend und gibt einen gemeinsamen Fokus.

Eltern können sich zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Was sollen unsere Kinder von uns mitbekommen?
  • Was sollen unsere Kinder in zehn Jahren über uns sagen?
  • Was ist uns wichtig?
  • Auf was legen wir Wert?

Die Antworten auf diese Fragen legen den Boden für eine gelingende Zusammenarbeit. 

Meistens haben sich Eltern nie bewusst darüber unterhalten. Jede:r nimmt einfach an, dass man es ähnlich sieht. Vielleicht stimmt das auch, aber es ist etwas ganz anderes, diese Gedanken zu formulieren, auszutauschen und vielleicht auch festzuhalten.

Wir empfehlen die gemeinsamen Werte aufzuschreiben und irgendwo aufzuhängen, aufzubewahren. Das erleichtert es, den Fokus zu behalten.

Bei uns hat dies regelrechte Aha-Momente ausgelöst. 

Raus aus dem alltäglichen Hamsterrad und den Blick öffnen.

Es gehören nicht nur Fragen im Zusammenhang mit dem Elternsein in diese Arbeit, auch Fragen zur Beziehung benötigen eine grosse Beachtung.

Fragen wie:

  • Wo und wie sehen wir uns in fünf oder zehn Jahren?
  • Was ist unsere Vorstellung vom Altwerden?

Klarheit und ein gemeinsames Gespräch über diese Fragen sind wichtig, denn die Paarbeziehung bildet die Basis für jegliche Zusammenarbeit.

Für die weitere Arbeit ist es wichtig, dass die beiden Ebenen, Team- und Paarebene möglichst klar getrennt werden können.

Die Teamebene muss neu installiert werden. Auf der Teamebene sollte sachlich, lösungsorientiert und gleichberechtigt miteinander gearbeitet werden können.

Dabei sollten emotionale Themen nicht behandelt werden. Diese sollten auf der Paarebene zusammen diskutiert werden. Die Paarebene braucht ebenfalls Pflege.

Gutes Teamwork entsteht nicht zufällig.

Für die Teamebene empfiehlt es sich, fixe Zeitfenster einzurichten. Gemeinsam soll festgelegt werden, wie das Team in Zukunft zusammenarbeiten möchte.

  • Wann und in welchem Abstand finden unsere Meetings statt?
  • Was ist uns wichtig in der Zusammenarbeit?
  • Welche Regeln gelten für uns als Team? 

Wir empfehlen einmal pro Woche ein Teammeeting. Dabei kann die kommende Woche zusammen besprochen werden. Wer macht, wann, was…

Es fällt auch uns schwer, im ganzen Alltagstrubel die Teammeetings nicht zu vergessen. Sie sind aber zentral.

Fixe Termine in der Agenda haben uns geholfen.

Für den Prozess ist es hilfreich, sich Beispiele aus der Arbeitswelt anzuschauen. Man kann sich Strukturen zum Vorbild nehmen oder schauen, welche grundlegenden Werte in der Arbeitswelt gelten.

Zum Beispiel sind Werte wie Zuverlässigkeit, Toleranz und Respekt Grundsätze, die in jedem funktionierenden Team zu finden sind. Diese sind auch für die Zusammenarbeit als Eltern relevant. 

Es gibt keine Richtlinien – das Eltern-Team bestimmt.

Vielleicht gibt es weitere Werte, die für euch von besonderer Bedeutung für eure Beziehung und eure Zusammenarbeit sind?

Eine geeignete Methode fürs Erarbeiten der Grundlagen ist ein gemeinsames Brainstorming. So könnt ihr alle möglichen Werte zu sammeln, die für euch in einer Zusammenarbeit wichtig sind – und sie dann in eine Hierarchie bringen.

So können die Eckwerte für eine gelingende Zusammenarbeit geschaffen werden. 

Schritt 3 – Wie teilen wir Eltern die Aufgaben fairer auf?

Simona und Nicolas Gafner

Autorin und Autor

Simona Gafner ist systemisch lösungsorientierte Beraterin (MAS SLK) und Schulleiterin. Niklaus Gafner ist systemisch lösungsorientierter Coach (ZiS) und Ingenieur im Bereich Maschinenbau und Umwelttechnik. Zusammen geben sie Workshops rund um die Themen Eltern, Familie und Paare und begleiten oder beraten auch individuell. Die beiden sind verheiratet, haben zwei Kinder im Schulalter und teilen sich die Work- und Care-Arbeit. gafner-beratung.ch.

Informationen zum Beitrag

Veröffentlicht am 3. April 2024.


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