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Familienbarometer 2026

So geht’s den Schweizer Familien! Und DIR so?

Die meisten Familien in der Schweiz sind zufrieden, viele sogar sehr zufrieden. Ihre grösste Sorge: Geld. Gut steht es auch um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – das besagt eine aktuelle Befragung. Nun fragen wir DICH: Wo drückt DIR der Schuh?

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Eine Illustration zeigt eine vierköpfige Familie im Bericht vom Familienbarometer

So lapidar häufig wir diese Frage stellen – so vielschichtig kann die Antwort sein. Wie geht’s so? Kennst du’s, wenn du dann manchmal tiiiiief durchschnaufst und überlegst – ähm, wie geht’s mir eigentlich? Was läuft grad alles?Wo soll ich anfangen?

Pro Familia Schweiz, der Dachverband der Familienorganisationen, hat heute zum vierten Mal das Familienbarometer publiziert. Im Fokus steht die Frage: Was bewegt uns Familien in der Schweiz? Es geht um nichts Geringeres als unsere Zufriedenheit, unsere (Geld-)Sorgen, Vereinbarkeit, den Umgang mit Medien und unseren Blick in die Zukunft.

Das sagen über 2000 Familien. Was sagst DU?

Kurz etwas zur Studie: Befragt wurden im Herbst 2025 über 2000 Familien in der ganzen Schweiz, mehrheitlich sind sie in der Deutschschweiz zu Hause. 39 Prozent haben ein Kind, 43 Prozent zwei Kinder, 14 Prozent drei oder mehr Kinder und wenige haben Kinder, die nicht mehr im gleichen Haushalt wohnen.

Mit 82 Prozent wohnt die Mehrheit der Befragten in einem gemeinsamen Familienhaushalt mit zwei Partnern, bei 18 Prozent handelt es sich um Ein-Eltern-Familienhaushalte. Einschränkungen bezüglich der Familienform gab es bei der Befragung nicht.

Wir haben die Studie angeschaut und sechs spannende Ergebnisse herausgepickt zu den Themen Zufriedenheit, Sorgen, Finanzen, Vereinbarkeit, digitale Medien und Familienpolitik.

Und wir wollen wissen: Wie ist das bei DIR? Deshalb haben wir zu jedem Thema eine oder mehrere Fragen eingebettet. Die Antworten nehmen wir später in unserem Newsletter auf (hier abonnieren, falls nicht schon gemacht).

1. Fast 80 Prozent sind zufrieden! Was würde das Familienleben (noch) besser machen?

79 Prozent der Schweizer Familien sind mit ihrem Familienleben eher oder sehr zufrieden. Auch von der grossen Mehrheit (72 Prozent) der Ein-Eltern-Familienhaushalte kommt diese Antwort so daher. Das klingt ja schon mal positiv, oder?

Was aber auch Realität ist: Der pessimistische Blick in die Zukunft. Drei Viertel der befragten Familien glauben, dass sich die allgemeine Situation für Familien in der Schweiz über die kommenden drei Jahre eher oder stark verschlechtern wird.

Aber nochmals zur Zufriedenheit: Auch wenn es die Minderheit ist – immerhin ist jede fünfte Familien eher oder sehr unzufrieden mit dem Familienleben. Darum lohnt sich die Frage: Was würde das Familienleben denn verbessern? Hier die Antworten der befragten Familien: 

So viel zu den Antworten der über 2000 befragten Familien. Aber – wie ist das bei DIR?

2. Phuu, alles wird teuer! Was beschäftigt Familie zurzeit am stärksten?

Krankenkassenprämien (49 Prozent) und steigende Preise (37 Prozent) bereiten Familien hierzulande Bauchweh. Vor allem bei Familien mit Kleinkindern zwischen 0 und 3 Jahren sowie bei Ein-Eltern-Familienhaushalten ist der Fokus auf mehr finanzielle Ressourcen mit 64 Prozent respektive 69 Prozent besonders ausgeprägt.

Als weitere Sorgentreiber folgen Gesundheit, Wohnkosten oder Schulwesen. Die Übersicht in der Grafik:

Mich interessiert nun DEINE Meinung:

3. Nix mehr im Portemonnaie! Worauf verzichten Familien am meisten?

Etwas weniger als die Hälfte der befragten Familien sagt, dass ihr Haushaltseinkommen für das gemeinsame Familienleben reicht. Etwa gleich viel sagen, dass das Einkommen knapp reicht. 29 Prozent geben an, aktuell nichts auf die Seite legen zu können. Für 7 Prozent der Familien reicht das Geld aktuell nicht fürs Leben.

Klar ist auch: Familien mit Ein-Eltern-Haushalten beurteilen ihre finanzielle Situation deutlich schlechter als Familien, bei denen beide Partner im gemeinsamen Haushalt leben. 

Worauf verzichten Familien, wenn das Geld nicht reicht? Hier die Antworten aus der Studie: 

Fehlendes Geld oder Armut sind unter Familien weiter verbreitet, als man denkt. Und häufig erkennt man sie nicht auf den ersten Blick. Wie sich das Leben am Existenzminimum anfühlt, erfährst du in diesem Erfahrungsbericht.

Aber nun zu DIR. Ich möchte gern von DIR wissen:

4. Vereinbarkeit ist gut! Was würde sie (noch) verbessern?

67 Prozent sind eher oder sogar sehr zufrieden mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Drittel der Familien ist eher oder sehr unzufrieden mit den Umständen diesbezüglich in der Schweiz. Wenig überraschend: Die Zufriedenheit nimmt mit höherem Haushaltseinkommen tendenziell zu.

Was sagen die befragten Familien, was die Vereinbarkeit verbessern würde? Die Grafik zeigt die Antworten:


Wenn es um Vereinbarkeit geht, treibt mich immer die Frage um: Wie macht ihr das so? Was sind eure Hacks? Was habe ich nicht auf dem Radar? Darüber haben wir uns in einer Folge vom Podcast «mal ehrlich unter uns» in unserem Team unterhalten.

Hast du dazu noch was zu sagen? Was findest DU?

5. Geld, Vereinbarkeit, Elternzeit? Wo soll die Politik endlich anpacken?

Familien wünschen sich von der Familienpolitik – wen wundert’s nach Punkt 2 und 3 – vor allem eine Senkung der Krankenkassenprämien und mehr finanzielle Unterstützung. Dieses Anliegen hat sich über die vergangenen Jahre nicht verändert.

Vor allem Familien mit Kindern im Alter von 13 bis 24 Jahren fordern eine klare Fokussierung auf die Krankenkasse. Familien mit Kindern bis 12 Jahre wollen eine Konzentration auf allgemeine finanzielle Unterstützung.

Aber auch Vereinbarkeit und Kinderbetreuung stehen auf der Wunschliste. Schau genau hin:

Falls du jetzt denkst: «Phuu, Familienpolitik ist für mich sooo weit weg. Und ich hab in meinem Alltag gar keine Zeit neben Vierfachspagat als berufstätige Mutter oder berufstätiger Vater.» I feel you.

Die Politologin Silja Häusermann bringt’s im Interview auf den Punkt: «Familien in der Schweiz wursteln sich so durch, aber eine strukturelle Lösung fehlt.» Das alles immer soooo viel ist, liegt also nicht an dir, sondern an den Strukturen. Das nur schon mal wieder zu hören, entlastet, oder?

Und jetzt bin ich gwundrig auf DEINE Antwort. 

6. Nicht nur verteufeln! Welchen Einfluss haben digitale Medien aufs Familienleben? 

Bildschirmzeit und digitale Medien sind ein Dauerbrennerthema unter Eltern oder anderen Betreuungspersonen. Darum ist es klar, dass das Familienbarometer auch darauf fokussiert. Punkto Medienerziehung wünschen sich die befragten Familien vor allem einen besseren Schutz von Kindern durch die Social-Media-Anbieter (49 Prozent) sowie Handy-Verbote in der Schule (49 Prozent). 

Ganz generell zeigt sich: Digitale Mediennutzung beeinflusst das Leben von Familien positiv wie negativ. Schau hier mal rein in die Antworten:

Mich freut’s ja, werden Bildschirme nicht wie sonst so häufig einfach generell verteufelt. Ash Brandin, Lehrperson und Content Creator im Bereich Bildung und Gaming, plädiert in ihrem Buch «Power On» (gibt’s bei uns im Concept Store) für einen neutralen und konsistenten Umgang mit digitalen Medien. Im Interview (du kannst es lesen oder als Podcast hören) nennt sie ganz konkrete und entlastende Tipps für den Familienalltag.

Aber jetzt bin ich abgeschweift – nun zu DIR:  

DANKE fürs Mitmachen. Was unsere Leser:innen geantwortet haben, liest du bald in unserem Newsletter. Hier abonnieren!

Waren deine Antworten oft gleich, wie in der Befragung? Oder gaaaanz anders? Die Frage «Wie geht es Familien in der Schweiz?» ist komplex und wird, wie wir sehen, sehr individuell beantwortet. Dennoch liefert das Familienbarometer jährlich eine wichtige Datengrundlage für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Diskussionen in der Schweiz.

Eva-Maria Kaufmann Rochereau, Direktorin von Pro Familia Schweiz, sagt: «Deutlich wird, unter welchem Druck viele Familien stehen, insbesondere aufgrund steigender Kosten, aber auch durch Herausforderungen im digitalen Alltag und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz hoher Zufriedenheit im eigenen Familienleben blicken viele mit Sorge in die Zukunft. Entscheidend sind
deshalb verlässliche Rahmenbedingungen, die Familien nachhaltig entlasten und stärken.»

Falls dich dieser Beitrag oder die Arbeit von «mal ehrlich» grundsätzlich abholt oder unterstützt – dann unterstütze uns mit einer Mitgliedschaft. Oder abonniere unseren Newsletter. Dort präsentieren wir in den nächsten Wochen EURE Antworten auf die lapidare Frage: Wie geht’s so?

Autorin

Michèle Widmer ist als neue Content-Leiterin im Januar 2025 bei mal ehrlich an Bord gestiegen. Davor arbeitete sie als Journalistin beim Tages-Anzeiger und schrieb die letzten zehn Jahre als Redaktionsleiterin beim Fachmagazin persoenlich.com über Medien, Werbung und Kommunikation. Zu Hause baut sie aktuell komplexe Briobahn-Konstruktionen durch die ganze Wohnung und löst mit miniLÜK Zahlenrätsel. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich.

Informationen zum Beitrag

Veröffentlicht am 12. März 2025.


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