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Reisen im Camper mit Baby und Kleinkind: Das musst du wissen

Wie reist es sich als Familie in einem Campervan? Welche Distanz können wir zurücklegen? Wo schläft das Baby? Was ziehen wir dem Kind in der Nacht an? Hilfreiche Tipps von einer camping-erprobten Mutter.

Von Tamara Ritter

Campervan mit aufgestelltem Dachzelt steht bei Sonnenschein am Rand eines Sees. - Reisen im Camper mit Baby und Kleinkind. Tipps für Eltern.

Wer hat sich schon mal romantische Reisen mit dem Camper in der Natur mit der ganzen Familie vorgestellt, sich aber nie getraut, dieses Abenteuer anzupacken?

Zugegeben: Der Platz im Innern ist beschränkt. Und von Romantik kann in langer Unterwäsche, in Wollsocken und inmitten von schlammigen Gummistiefeln und quer im Elternbett liegenden Kindern auch nicht unbedingt die Rede sein. Trotzdem: Dieser Artikel ist für euch.

Als Van-Besitzer seit 2019 und Eltern seit 2021 sind wir camping-erprobt – und begeistert.

Glaubt mir, ich finde keine Reisen entspannter als jene mit dem Camper. Denn: Keine fixen Essenszeiten wie im Hotelrestaurant, viel Platz zum Spielen, Rennen und Toben, immer frische Luft und für uns Eltern keine langweiligen Abende im bereits abgedunkelten Hotelzimmer. Und abgesehen davon: Wer möchte nicht auf eine Rundreise, ohne ständig das Bett wechseln zu müssen? Die zuweilen schlafempfindlichen Kinder danken.

Hier kommen die besten Tipps, die wir auf unzähligen Campingtrips und vor allem auf unserer zweiwöchigen Reise durchs Engadin mit einem zwei Monate alten Baby und unserer vierwöchigen Reise durch Norwegen und Schweden mit einer Zweijährigen gesammelt haben.

So viel vorweg: Wir reisen mit einem VW California T6, also einem neueren Bus. Andere Modelle tun’s natürlich auch; Wohnmobile bieten zudem noch mehr Platz und vor allem Stauraum.

Die 11 wichtigsten und häufigsten Fragen rund um Camperreisen mit kleinen Kindern – und meine Antworten

#1 Wie weit können wir fahren?
#2 Wie beschäftigen wir unser Kind während der Fahrt mit dem Camper?
#3 Welches Spielzeug soll mit in den Camper?
#4 Was ziehen wir unserem Kind in der Nacht an?
#5 Wer schläft wo?
#6 Welche Kleider sollen wir für unser Kind mitnehmen?
#7 Mobilität: Welches Gefährt macht am meisten Sinn?
#8 Kinderwagen oder Tragerucksack?
#9 Wie soll das nur alles in den kleinen Camper passen?
#10 Was muss sonst noch mit?
#11 Sollen wir uns das wirklich antun?

#1 Wie weit können wir fahren?

Lange Autofahrten mit kleinen Kindern sind … ja, ihr wisst schon. Mit Babys und Kleinkindern macht es Sinn, die Fahrten auf den Mittagsschlaf zu legen. Wir versuchen auf unseren Roadtrips die 3-Stunden-Grenze jeweils nicht zu überschreiten. Heisst: Das Tagesziel darf insgesamt maximal drei Stunden Fahrt entfernt sein. Alles andere wird ungemütlich.

Am besten teilt ihr die Fahrt in Stücke und unterbrecht sie mit Aktivitäten. Ausser eben beim Mittagsschlaf; da dürfen’s dann gerne eineinhalb Stunden Fahrt am Stück sein.

Oberstes Gebot bei Roadtrips: Der Weg ist das Ziel und die Kinder geben den Rhythmus an.

Das Wichtigste sollten auf diesen Abenteuerreisen nicht die Sehenswürdigkeiten, sondern die gemeinsame Zeit mit der Familie sein. «Slow Adventures» sozusagen. So haben wir auch schon spektakuläre Wasserfälle aus dem Reiseführer verpasst, dafür dann aber eine zweistündige Mittagspause an einem menschenleeren, kristallklaren See inklusive Badespass verbracht.

#2 Wie beschäftigen wir unser Kind während der Fahrt im Camper?

First things first: Habt genügend Snacks und Getränke griffbereit. Andrea hat schon darüber geschrieben, wie man Kinder im Flugzeug beschäftigt. Dasselbe gilt für den Camper. Zusätzlich empfehle ich immer gerne Pixie-, Wimmel- und Sticker-Bücher und für etwas grössere Kinder Hörspiele (bei Geschwistern gegebenenfalls mit Kopfhörern) und Bandolinos.

Selbstverständlich dürfen auch Playlists mit Kinderliedern nicht fehlen, bei denen alle lauthals mitjohlen können. Aber eben, spätestens an Tag vier und nach dem 157. Mal «Wer hat die Kokosnuss geklaut» brauchen alle über sechs wohl eine Abwechslung. #ifyouknowyouknow

#3 Welches Spielzeug soll mit in den Camper?

Halbiert am besten gleich schon mal die Menge an Spielzeug, die ihr für die Camperreise vorgesehen habt. Meistens ist es für die Kinder genauso spannend, den Spielplatz auf dem Camping zu entdecken, Wichtel-Hütten aus Moos und Ästen zu bauen, Steine ins Wasser zu werfen oder «Hexensuppe» aus Schlamm zuzubereiten.

Was auf jeden Fall mit sollte: Lieblingsplüschtier, ein paar Lieblingsbücher, Strassenkreide, Farbstifte (don’t do Filzstift or Neocolor in your car, please!), Papier und – obviously – Sändeli-Sachen. Schaut dann einfach gut, dass der Sand den Weg in den Camper nicht findet.

Spoiler: Er findet ihn. Immer. Ein kleiner Besen schafft Abhilfe.

#4 Was ziehen wir unserem Kind in der Nacht an?

Wie beim Skifahren gilt bei Nächten im Camper: Zwiebelprinzip. Wir fahren jeweils gut mit langer Unterwäsche aus Merinowolle als erste Schicht. Je nach Temperatur ziehen wir unserer Tochter ein dünnes Fleece-Jäckchen drüber oder setzen bei ganz kühlen Nächten gar auf eine Hose aus Fleece oder Wolle.

Natürlich dürfen die dicken Socken nicht fehlen und bei Babys gegebenenfalls eine Mütze, die nicht verrutscht. Bei Babys und Kleinkindern, die oft strampeln, ist ein Daunenschlafsack hilfreich. Ab ungefähr zwei Jahren können ein Schlafsack mit Beinen und eine zusätzliche Daunendecke die Lösung sein.

Die kältesten Nächte bewegten sich bei uns zwischen 0 und 5 Grad. Kälter ginge es bestimmt auch, wir würden es mit Kleinkindern aber nicht empfehlen. Angenehmer ist es selbstverständlich in wärmeren Regionen mit Temperaturen in der Nacht um die 20 Grad – da reicht ein normales Pyjama (zuweilen sogar kurzärmlig) und eine dünne Decke beziehungsweise fürs Baby ein Schlafsack.

#5 Wer schläft wo?

Je nach Fahrzeug gibt es natürlich unterschiedliche Varianten. Auch hier gilt: Ausprobieren. Gerade in den ersten sowie in kühleren Nächten empfehle ich stark, dass ein Elternteil neben dem Kind schläft, um hin und wieder die Temperatur zu checken.

Es kam auch bei uns schon vor, dass die Kleine kalte Hände oder eine kalte Stirn hatte – halb so wild, solange der Rest des Körpers warm ist. Auch Schweissausbrüche gab es schon, weil wir es mit den Kleidern zu gut gemeint hatten und die Standheizung noch an war. Ebenfalls nicht schlimm; das Kind wacht in der Regel auf und meldet sich. Und irgendwann ist der Dreh raus.

Rausfallschutz für das obere Bett

Beim VW California ist es möglich, für das obere Bett einen Rausfallschutz zu installieren. Das Sicherheitsnetz lässt sich während der Fahrt unter dem Aufstelldach verstauen und stellt sicher, dass bei aufgebautem Bett niemand aus Versehen hinunterfällt.

Achtung: Kinder könnten trotzdem darüber klettern, wenn sie das wollten. Deshalb immer dem Kind erklären, dass es einen Elternteil rufen muss, wenn es runter möchte, und dies nicht allein tun darf.

Macht es euch am Abend im unteren Teil des Campers oder draussen bei Kerzenschein gemütlich, während die Kinder oben bereits schlafen. Und schon kommt doch noch ein wenig Romantik auf.

Abdunkeln ist das A und O

Ein weiteres, etwas kostenintensives, aber nützliches Feature ist ein Isolierzelt für das Aufstelldach. Es hält nicht nur die kalte Luft draussen, sondern dunkelt auch ziemlich stark ab. Gerade in kurzen Sommernächten und besonders bei Reisen im Norden Gold wert.

Denn wer will schon ein Kleinkind, das bis fast um Mitternacht wach bleibt und um drei Uhr morgens von der Morgensonne bereits wieder geweckt wird? Eben. Im Notfall dunkeln auch Mikrofasertücher gut ab. Wäscheklammern nicht vergessen (die gehören sowieso zu den Essentials für Familienreisen).

Campervan steht an einem See in Norwegen. Um 23 Uhr abends ist es noch hell. Wie bringt man Kinder im Camper trotz Helligkeit zum Schlafen?
Norwegen Ende Juni: Auch um 23 Uhr ist es noch ziemlich hell. Ohne Abdunkelung wird das Einschlafen mit kleinen Kindern schwierig.

Während unser Isolierzelt auf der Innenseite des Aufstelldachs fix befestigt ist, gibt es auch jene, die man über das aufgestellte Dach wirft. Diese sind etwas günstiger, verlangen aber strammere Nerven, da sie jedes Mal neu installiert und bei eingefahrenem Dach wieder irgendwo im Bus verstaut werden müssen.

Pro-Tipp für Neugeborene

Als unsere Tochter knapp vier Wochen alt war, übernachteten wir bereits das erste Mal im Campingbus. Die Lösung, damit sich das kleine Würmchen nicht im grossen Bett verlor: das Babynest. Einfach auf die Küchenablage legen – vibriert schön über dem Kühlschrank.

Ob ihr es glaubt oder nicht, so gut hatte unser Baby zuvor noch nie geschlafen. Zudem ist das Nest sehr mobil – das Baby kann beim Umbauen, Kochen, Rumwühlen und Aufräumen ganz einfach schlafend gezügelt werden. Disclaimer: Bitte nur machen, wenn sich das Baby noch nicht drehen kann.

Das Babynest könnte auch im Bett neben Mama oder Papa platziert werden. Und, was wir auch schon gemacht haben, als das Babynest zu klein wurde: die Kinderwagenschale vom Fahrgestell gelöst und hinter die Sitzbank gestellt, während wir oben schliefen.

Natürlich könnte das Baby auch einfach neben Mama oder Papa im Bett schlafen – wir hatten jedoch immer ein wenig Respekt vor dem Erdrücken und haben deshalb in den ersten Monaten andere Lösungen gesucht.

Kooperation

Freiheit, Spontaneität und Outdoor Feeling pur – mit Globetrotter

Camper-Reisen mit Globetrotter, Freiheit pur

Camperreisen bedeuten Freiheit – und Freiheit ist Balsam für die Seele. Dein Bett ist immer dabei, du kannst anhalten und übernachten, wo es dir gefällt, und bist dennoch mobil.

Wenn du selbst keinen Camper besitzt, das Camperleben mit Kind(ern) aber gerne mal ausprobieren würdest, dann möchten wir dir unsere Partnerin Globetrotter empfehlen.

Bei den Globetrotter Camper-Spezialistinnen und -Spezialisten bist du in besten Händen. Viele Modelle kennen sie aus eigener Erfahrung und zeigen dir in der Beratung die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

Zudem stimmt Lotta, das reisende Eichhörnchen, mit Hörbüchern, einem Spiel sowie einem Mal- und Vorlesebuch dein(e) Kind(er) ideal auf eure Camperreise ein. Lotta reist unter anderem nach Australien, Finnisch Lappland oder zu den sieben natürlichen Weltwundern.

Mit wenigen Klicks findest du bei Globetrotter die passende Beraterin oder den passenden Berater zu deinem Reiseziel.

Los gehts! 

#6 Welche Kleider sollen wir für unser Kind mitnehmen?

Auch hier gilt: weniger ist mehr. Auf den meisten Campingplätzen gibt es Waschmaschinen und gerade auf Campingreisen dürfen Flecken getrost übersehen werden.

Was sich bei uns bewährt hat, sind robuste Wanderhosen, von denen Wasser und Dreck ein wenig abperlt und die schnell trocknen. Regenkleider und Gummistiefel dürfen niemals fehlen, denn was gibt es Lustigeres, als in alle Pfützen zu springen? Okay, zugegeben: für viele Eltern nicht so lustig. Aber mit den richtigen Kleidern definitiv weniger schlimm als mit Jeans und Turnschuhen.

Ansonsten soll die Garderobe vor allem praktisch und dem Wetter angepasst sein. Ich erwähne hier gerne noch einmal das Zwiebelprinzip, das übrigens auch für die Eltern gilt.

Die Kleider am besten in verschiedenfarbigen Packwürfeln verstauen und diese wahlweise in den Schubladen und Schränken verteilen. Einen Koffer oder eine grosse Tasche mitzunehmen, wäre reinste Platzverschwendung.

#daschamebruuche aus unserem Concept Store

Add to Wishlist
Sea to Summit
Packwürfel S, M und L

#7 Mobilität: Welches Gefährt macht am meisten Sinn?

Das Problem bei Camperreisen? Sobald alles ausgepackt ist, die Stühle gedreht, das Dach aufgestellt und gefühlt 358 Gegenstände um den Camper herum verteilt sind, ist man nicht mehr mobil. Denn kurz wegfahren endet dann eben nicht in kurz, sondern im schlechtesten Fall in einem Tobsuchtsanfall eines Elternteils.

Spart euch die Mühe – nehmt die Fahrräder mit. Für Kinder zwischen eins und vier hat bei uns der klassische Fahrradsitz auf dem Gepäckträger den Test bestanden. Das Fahrrad gleich mit dem Sitz auf dem Träger montieren. Ab rund zwei Jahren darf dann auch gerne das Laufrad oder das Kinderfahrrad mit.

Mit Baby würde ich den Kinderwagen vorziehen und gegebenenfalls einfach nur ein Fahrrad mitnehmen, sodass wenigstens ein Elternteil mobil ist. Schliesslich muss es meist schnell gehen, wenn man um halb sieben Uhr abends merkt, dass die Milchpulverpackung leer ist.

#8 Kinderwagen oder Tragerucksack?

Ihr wisst es: Der Platz ist beschränkt. Und: Alle Kinder sind anders. Während wir uns beim ersten Trip mit nur einem Baby für den normalen Kinderwagen und ein klein zusammenrollbares Tragetuch entschieden haben, setzten wir bei der Reise, als unsere Tochter zwei war, auf einen Tragerucksack und einen kleinen Buggy, der sich wie ein Regenschirm zusammenfalten liess.

Im Nachhinein hätten wir auf den Buggy vielleicht sogar verzichten können. Schliesslich hatten wir auch noch die Fahrräder mit dem Sitz dabei und die Mittagsschlafzeit verbrachten wir meist fahrend im Campingbus (siehe #1).

Je nach Anzahl der Kinder, deren Schlafgewohnheiten und Vorlieben, passt für jede Familie ein anderes Gefährt. So viel sei gesagt: Überlegt euch gut, wie ihr eure Tage gestaltet und seid auch offen für Improvisationen. Vielleicht seid ihr auch so gut im Stapeln, dass ihr Platz für einen Velo-Anhänger findet, der zuweilen auch als Kinderwagen gebraucht werden kann.

Für den Kinderwagen findet sich übrigens meistens irgendwo ein Dach zum Unterstellen, falls Regen angesagt ist. Ansonsten: Regenverdeck montieren und möglichst geschützt irgendwo deponieren. 

#9 Wie soll das nur alles in den kleinen Camper passen?

Die Frage ist berechtigt. Umso mehr hilft schlaues Packen. Schreibt diese nervige Packliste und haltet euch daran. Oft könnt ihr – wie bereits erwähnt – tatsächlich wieder ein paar Gegenstände streichen.

In den Campervan passt oft sehr viel. Das Problem kommt dann, wenn der Kofferraum plötzlich dem Bett weichen muss. Die Lösung: Kauft euch ein günstiges Wurfzelt und verstaut alle grossen Gegenstände – Wanderrucksack, Velohelme und Autositze – darin.

Apropos Autositze: Wählt Isofix und verzichtet wenn möglich auf eine Station. Diese ist im Alltag zwar praktisch fürs Ein- und Aussteigen, kostet bei Camperreisen aber viel Zeit (und Nerven) beim Ein- und Ausbauen sowie beim Lagern.

Falls ihr kein Wurfzelt anschaffen möchtet, tut es auch eine Blache, die ihr bei Regenwetter schräg ans Vordach spannen könnt. So schützt ihr grössere Gegenstände vor dem Nass. Die Autositze würde ich jedoch nie nur unter eine Blache stellen, da die Polster dennoch Feuchtigkeit ziehen können.

Bei nur einem Kind könnt ihr dessen Autositz im Stand auf dem Fahrersitz platzieren. Bei zwei Autositzen, die verstaut werden müssen, führt wohl kein Weg am Wurfzelt vorbei. Ausser ihr schafft es, die Sitze doch noch irgendwie im Innern zu stapeln. In diesem Fall teilt bitte euer Geheimnis mit uns!  

Weitere Gadgets, die jedoch ins Geld gehen und wir selbst (noch) nicht ausprobiert haben: eine Dachbox oder eine Box für den Fahrradträger. Bei Zweiterem können dann aber leider keine Fahrräder mehr mit. It’s a trade-off! 

#10 Was muss sonst noch mit?

Ein paar Essentials, die im Camping-Urlaub mit Kindern keinesfalls fehlen dürfen:

Wenn es ums Essen geht

Vergesst die herzigen Campingstühle mit Bärengesicht für die Kinder. Es sei denn, ihr möchtet am Boden essen. Die meisten Campervan-Marken haben einen Esstisch auf anständiger Sitzhöhe fix installiert. Wir schwören auf den Antilope-Stuhl für Kleinkinder von IKEA. Besonders der Sitzteil braucht etwas mehr Platz, doch jetzt kommt der grosse Vorteil:

Während die stoffigen (niedrigen!) Campingstühle für Kinder in der Nacht Wasser ziehen und dann gefühlt nie wieder trocknen, lassen wir den Hochstuhl über Nacht einfach draussen neben dem Camper stehen und trocknen ihn am nächsten Morgen mit einem Tuch.

Zudem: Ihr wisst ja, wie Tische und Stühle in der Breiphase (und auch drei Jahre später noch) aussehen. Stuhl abspritzen, fertig. Wer könnte das schon in einem Restaurant?

Lämpchen und andere Gemütlichkeitsfaktoren

Installiert eine mit Batterien geladene Lämpchenkette. Ich weiss, very much Millenial, aber es ist einfach so gemütlich und gibt auch den Kindern ein wohliges Gefühl.

Für den Lesespass unter der Decke sorgt eine Solarlampe (die ihr übrigens im mal ehrlich Concept Store findet!).

Eine Kuscheldecke darf ebenfalls nie fehlen – sei es für kühle Abende, während der Fahrt oder um in kalten Nächten noch eine Bonus-Decke zu haben. Eine Next-Level-Investition wäre eine Heizdecke. Achtung: Funktioniert nur, wenn der Camper auf dem Campingplatz am Strom angeschlossen ist.

#daschamebruuche aus unserem Concept Store

Add to Wishlist
Little Sun
Solarlampe

Lohnenswertes für die Küche

Kleine Tauchsieder sind wahre Alleskönner. Einstecken und in separatem Gefäss kurz Wasser fürs Fläschchen, einen Kaffee aus der French Press (oder für mich Instant Coffee, aber erzählt das niemandem) oder einen Beruhigungstee aufkochen.

Falls eure Kinder noch warme Kuhmilch trinken, einfach den Milchschäumer von zu Hause einpacken, Schaumnetz entfernen und die Milch ruckzuck aufwärmen, ohne sich mit dem Gaskocher rumschlagen zu müssen. Alternativ funktionieren natürlich auch Fläschchenwärmer, aber den Cappuccino am Morgen finde ich dann eben auch nicht so schlecht.

Faltbare Abwaschbecken lassen sich einfach verstauen – und funktionieren bei Babys übrigens auch gut als Badewanne.

Kind spielt draussen mit einem faltbaren Abwaschbecken und Wasser aus einer Duschbrause. - Reisen im Camper mit Baby und Kleinkind.
Ein faltbares Abwaschbecken spart Platz – und das Baby kann darin baden, das Kleinkind «götschen».

Ein No-Brainer, aber dennoch erwähnenswert: Habt die Feuchttücher griffbereit. Verteilt zwei bis drei Packungen im Bus und seid so ultimativ gewappnet für Matschhände, Tomatenmäuler, verschütteten Brei oder Kettenschmiere an den Händen.

Obwohl wir im Innern unseres Campingbusses eine Küche installiert haben, liegt bei uns noch eine Outdoor-Küche im Kofferraum. Bei schönem Wetter gibt uns dies die Flexibilität, im Freien zu kochen, was uns insgesamt mehr Platz verschafft. Ausserdem setzen sich so die Gerüche im Bus nicht fest.

#11 Sollen wir uns das wirklich antun?

Camperreisen sind ganz klar Aktivreisen. Bereits ohne Kinder verbringt man viel Zeit mit Auspacken, Einnisten, Installieren, Abbauen und wieder Einpacken. Für Langeweile bleibt eigentlich keine Zeit. Mit Kindern erhöht sich dieser Faktor noch einmal um ein Vielfaches.

Das A und O ist Teamwork. Teilt euch die Aufgaben klar auf, etabliert Routinen beim Kochen, Abwaschen und Rumwühlen. Sobald alle ihren fixen Job haben, geht das Ein- und Ausräumen um einiges schneller. Seid organisiert, habt für alle Gegenstände ihren Platz. Und wechselt diesen nicht. So wisst ihr immer (okay, meistens), wo alles gelagert ist.

Die Freiheiten, die glänzenden Kinderaugen, weil wir den ganzen Tag draussen sind, sowie die Bett-Konstante, die das Reisen mit dem Camper mit sich bringen, sind für mich unschlagbare Argumente, für die ich gerne auf den Komfort eines eigenen Badezimmers oder den Platz im Hotelzimmer verzichte.

Gute Fahrt – und lasst uns gerne eure besten Camping-Tipps da!

Autorin

Tamara Ritter wohnt seit Mai 2022 mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in Schweden. Als freischaffende Kommunikationsberaterin und Texterin mit einem Master in Nachhaltigkeitsstrategien arbeitet sie mehrheitlich an Projekten in den Bereichen Climate Tech und Finance, Urban Development und Female Empowerment. Daneben geniesst sie mindestens wöchentlich eine Zimtschnecke und hüpft auch mal ins 4 Grad kalte Wasser, um sich danach in der Sauna aufzuwärmen.

Informationen zum Beitrag

Dieser Beitrag wird von unserer Partnerin Globetrotter unterstützt. Globetrotter bezahlt für die Verlinkung. Beim Verfassen des Artikels war unsere Autorin komplett frei.

Veröffentlicht am 13. Mai 2024.


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6 Antworten

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  1. Avatar von Tina
    Tina

    Bei uns geht es im Juni/Juli nach Kanada. Erstes mal Camping mit 3 jährigem Kind. Dieser Artikel kam für mich genau zur rechten Zeit! Vielen lieben Dank! ❤️

  2. Avatar von Verticalsandy
    Verticalsandy

    Wir sind auch immer mit dem T6 unterwegs. Bei den Kindersitzen haben wir es so gelöst, dass wir nur einen Sitz mit Lehne haben und das grössere Kind auf einer Sitzerhöhung sitzt. So haben beide Sitze auf dem Fahrersitz Platz.

    1. Avatar von Riisli
      Riisli

      Nach 2 Monaten Italien mit Wohnwagen (reisend bis Neapel) würde ich ergänzen: für den Strand noch ein Drache, dann ist man versorgt, Frisbee und einen Ball. Bei uns der Renner: Sandkasten Lastwagen mit Schnur dran oder ein Flechtkörbli mit Henkel(blüemele, Sachen sammeln/transportieren. oh und noch platzsparender und vielseitiger als die Antilope: eine Sitzerhöhung (sieht aus wie ein kleiner Kindercampingstuhl), Kind kann man befestigen und auf jedem normalen Stuhl aufstellen, auch drinnen. auch mega gäbig: Klapptritthocker für wcgang, abwaschen, flacher Wcsitz fürs Campingwc.

      Tauchsieder ist sehr schlau, wird gemerkt!

      nun kommt dann der “Härtetest” mit 2 Kinder, 1 Baby und alle liegen gerne bei den Eltern…..

  3. Avatar von Patricia
    Patricia

    Wir waren schon mit dem Wohnmobil unterwegs (Kids 3 & 5). Wir hatten die Fahrräder & den Anhänger dabei (passt zusammengeklappt locker in den Gepäckraum). Die zwei Autositze konnten wir im Fahrrerraum hinter die gedrehten Fahrersitze verstauen (quer oder kopfüber im Fussraum oder auf dem Armaturenbrett verstaut). Vielleicht geht das mit guten Tetris Skills im Van auch. 🙂
    Campingferien sind sehr zu empfehlen! Viel Spass!

  4. Avatar von janinebeau
    janinebeau

    Wir waren mit 4-monatigem Baby (und 3-jährigem Kleinkind) einen Monat in Kanada, davon 2 Wochen im Camper (zugegeben eher ein fahrendes Haus) und hatten eine Baby-Björn Wippe dabei. Passt diagonal in eine grosse Reisetasche, lässt sich super flach zusammenfalten und das Baby hat in jedem noch so abgelegenen Nationalpark einen Platz zum “sitzen”. Es war wunderschön!

  5. Avatar von Domi
    Domi

    Babynester sind nur unter stetiger aufsicht empfohlen und NICHT über nacht! Das ist ein enormes risiko. Bitte nicht empfehlen!