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Kolumne

Die erste Reise als Thermoskanne: Mit Baby in Sizilien

Mit einem gestillten Säugling zu reisen, sei einfach, haben sie gesagt. Unsere Autorin Rebekka Bräm weiss es jetzt besser – und erzählt, wieso sich Ferien mit Baby trotzdem lohnen.

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Von

Collage mit Porträt von Kolumnistin Rebekka Bräm mit Sonnenbrille, Thermoskanne, Kinderwagen und Orangenbaum. – Die ersten Ferien mit Baby

Ich sitze auf dem 2500 Jahre alten Stein eines griechischen Theaters in Syrakus und versuche, einem brüllenden Baby Milch einzuflössen. Wenn ich ihm meine Brust hinstrecke, brüllt es noch lauter, und den Saugaufsatz für den Schoppen haben wir im eine Stunde entfernten Agriturismo vergessen. Also kippe ich kleine Mengen in den weit aufgerissenen Mund und hoffe, dass nichts davon in der Luftröhre landet.

In diesem Moment bin ich überzeugt davon, dass mein Kind tot umfallen würde, wenn es nicht jetzt sofort etwas zu essen bekäme.

Natürlich ergoogle ich später, dass man das jetzt aber ganz sicher niemals machen sollte, doch in diesem Moment bin ich überzeugt davon, dass mein Kind tot umfallen würde, wenn es nicht jetzt sofort etwas zu essen bekäme.

Neben mir schreitet mein Freund fluchend auf und ab, weil er sich darüber aufregt, dass er den Aufsatz nicht eingepackt hat. Vor mir stehen zwei Aufseherinnen, die das Baby wahnsinnig süss finden, die Szene selig beobachten und mich auf Italienisch zutexten. Sie sagen irgendwas von Löffelchen (das sie mir dann aber nicht organisieren) und Brust und ich erlebe die Reizüberflutung meines Lebens.

Ein Kind, das noch keine Normalität kennt

Im Mutterschutz nach Sizilien zu reisen, schien auf den ersten Blick wie eine grandiose Idee. Wann hat man je so lange frei und ein Kind, das noch keine Normalität kennt! Der erste Rückschlag war die Erkenntnis, dass aus dem erträumten Roadtrip nichts werden würde: Kleine Babys müssen, sofern der Airbag nicht ausgeschaltet werden kann, auf der Rückbank Platz nehmen, und diese existiert im Camper unseres Vertrauens nicht.

Mein Freund ist ab jetzt der Chauffeur, ich die Bespassungsmaschine schräg hinter ihm und das Baby der Lautsprecher.

Wir quetschen also unseren Kinderwagen in den Kofferraum des beinahe cartoonhaft kleinen Autos meiner Eltern, womit dieser dann eigentlich auch voll wäre, und fahren los. Mein Freund ist ab jetzt der Chauffeur, ich die Bespassungsmaschine schräg hinter ihm und das Baby der Lautsprecher.


Kooperation

Reisen mit Baby – geht das überhaupt entspannt?

Ganz ohne Stress? Wohl kaum. Aber mit dem richtigen Equipment: schon ziemlich nah dran!

Der YOYO³ Kinderwagen von Stokke ist ein echter Reisebuddy für Eltern, die Wert auf Flexibilität, Komfort und Stil legen: leicht (nur ca. 6kg!), super kompakt und in Sekunden zusammenklappbar. Dank seines durchdachten Designs passt er problemlos in Zugabteile, Flugzeugkabinen, kleine Kofferräume und Mini-Aufzüge – ideal für unterwegs und das urbane Leben. Der YOYO³ wächst mit dem Kind und begleitet Familien von Geburt an: Zuerst als sichere Babywanne, später mit bequemem Kleinkindsitz. Dieser Kinderwagen kann wirklich alles, ausser Koffer tragen.

Ganz neu: die Wild Collection mit wilden Animal Prints  – weil Elternsein auch Style verträgt.

Und apropos clever: Die Stokke Limas Babytrage ist ebenfalls ein treuer Helfer unterwegs – bequem für Baby und Rücken und praktisch für Hände-frei-Momente.

Früher vs. heute

Und so tuckern wir nach Genua und stellen uns in die Schlange vor der Fähre. Kinderlos wären wir in diesem Moment auf einen Sprung in die Stadt gehüpft, aber nach Kinderwagen zusammensetzen, Sonnenschutz konzipieren, prophylaktischem Stillen und Windelwechseln reicht die Zeit nur noch für Pasta Pesto beim Türken um die Ecke.

Die Fähre findet das Baby fabelhaft. Es wird vom Meer in den Schlaf gewiegt und wir hoffen, dass es uns nachts, so eingewickelt wie es ist, nicht unter das Bett rollt.

Mit einem gestillten Säugling zu reisen, sei einfach, hat man uns gesagt. Mein Einsatz als menschliche Thermoskanne würde jeglichem Aufwärm- oder Kaltstellbedarf vorbeugen.

Als grösste Herausforderung stellt sich das Stillen heraus, das geht von Tag zu Tag schlechter, und so verbringe ich meinen Urlaub mit Abpumpen, Brustmassage und Telefonaten mit der Hebamme. Mit einem gestillten Säugling zu reisen, sei einfach, hat man uns gesagt. Mein Einsatz als menschliche Thermoskanne würde jeglichem Aufwärm- oder Kaltstellbedarf vorbeugen. Das mag in manchen Fällen so sein, bei uns stimmte das nicht.

#daschamebruuche aus unserem Concept Store

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Ein zufrieden gurrendes Mädchen im Gepäck

Ansonsten allerdings war eigentlich alles ganz wunderbar. Ja, oft hatte jemand von uns ein Baby auf dem Arm, aber wir haben toll gegessen und neue Lieblingsrestaurants entdeckt. (Etwas, was heute übrigens nicht mehr geht. Das Kind will um acht ins Bett und protestiert, wenn wir es nicht lassen.)

Ein Baby liegt auf einer Blumenwiese, im Hintergrund eine Mauer, ein Baum, eine Kirche und am Horizont das Meer - Erste Ferien mit Baby
Das drei Monate alte Baby der Autorin in Sizilien. (Bild: Rebekka Bräm)

Wir schlenderten durch malerische Küstenstädtchen, zerfallene Thunfischfabriken und Irrgärten aus Rosmarin, all das mit einem zufrieden gurrenden Mädchen im Gepäck. Dadurch, dass es noch nicht im Selbstzerstörungsmodus durch die Gegend düste, kamen wir sogar etwas zum Lesen. Und das ist es, was Ferien für mich ausmachen.

Tut es!

Zusammenfassend würde ich sagen: Tut es. Packt den Säugling ein und geht auf Reisen. Es wird sicher anders als früher und vielleicht klappt nicht alles so wie geplant. Aber ob ihr eure Krisen in den eigenen vier Wänden habt oder in einem Zitrushain, ist unter dem Strich ein bisschen egal. Solange die medizinische Versorgung und Pulvermilch gesichert sind, entscheide zumindest ich mich ohne zu zögern für den Zitrushain.

Rebekka Bräm, Autorin, Schwangerschaftskolumne mal ehrlich

Autorin

Rebekka Bräm mag Texte, die in wenig Worten viel sagen. Ursprünglich Opernsängerin, arbeitet sie heute in der Kulturkommunikation und ist daneben als freischaffende Autorin tätig, unter anderem für die «Annabelle» und als Scout für «kulturzüri.ch». Schreiben ist etwas, was Rebekka passiert ist. Es hilft ihr dabei, in turbulenten Momenten ihre Ruhe wiederzugewinnen. Was sie als Autorin ausmacht, ist unzensierte Ehrlichkeit. Sie will auf den Punkt kommen, berühren und unterhalten.

Informationen zum Beitrag

Veröffentlicht am 29. September 2025.

Dieser Beitrag ist Teil einer Kooperation mit Stokke. Das bedeutet: Der Artikel wurde unabhängig verfasst. Stokke bezahlt für die Bewerbung ihrer Produkte und die Verlinkung.


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